Das Westfeld: genossenschaftlicher Wohnungsbau für über 1000 Bewohnerinnen und Bewohner

Der Regierungsrat hat den Bebauungsplan zweiter Stufe für das „Westfeld“, das ehemalige Areal des Felix Platter-Spitals, verabschiedet. Auf Grundlage des 2017 durchgeführten städtebaulichen Studienauftrags definiert der Bebauungsplan unter anderem Vorgaben für die Bauvolumina sowie für neue öffentliche Plätze und Wegverbindungen. Die Überbauung mit Raum für über 1‘000 Bewohnerinnen und Bewohner wird ein Meilenstein für den genossenschaftlichen Wohnungsbau in Basel. Angesichts des steten Wachstums der Anzahl Arbeitsplätze und der Bevölkerung ist der zusätzliche Wohnraum höchst willkommen.

2016 hat der Grosse Rat mit dem Bebauungsplan erster Stufe die groben Rahmenbedingungen für die Entwicklung des Spitalareals beschlossen. Mit zwei Wettbewerbsverfahren wurden anschliessend vielversprechende Ansätze für die Umnutzung des bestehenden Spitalbaus und die neue Bebauung des übrigen Areals gefunden. Nachdem es keine Einsprachen zur öffentlichen Planauflage gegeben hat, wird mit dem nun vom Regierungsrat verabschiedeten Bebauungsplan zweiter Stufe die rechtliche Grundlage für die Realisierung dieser Projekte gelegt.

In den letzten zehn Jahren entstanden in Basel 20‘000 neue Arbeitsplätze, aber nur neue Wohnungen für 10‘000 Personen. Der Druck auf den Wohnungsbestand nimmt somit zu – insbesondere wenn man bedenkt, dass an einem Arbeitsplatz in der Regel mehr als ein potenzieller Einwohner hängt. Da längst nicht alle, die in Basel arbeiten, hier auch eine Wohnung finden, steigt die Anzahl der Pendlerinnen und Pendler. Umso wichtiger sind Arealentwicklungen, wie das „Westfeld“, um den steigenden Bedarf an Wohnraum zu befriedigen.

Wesentliche Elemente des vorliegenden Bebauungsplans für das Westfeld sind: eine neue sechs- bis siebengeschossige Bebauung um einen grossen Wohnhof im Südosten des Areals, der Erhalt des alten Spitalbaus mit Wohnungen und flexiblen Räumlichkeiten für öffentliche Nutzungen sowie eine offene Freifläche im Inneren des Areals, die durch kleinere nutzungsoffene Gebäude gegliedert wird. Der Bebauungsplan schafft zudem Spielräume, um einen grossen Teil der Erdgeschosse für gewerbliche, öffentliche oder gemeinschaftliche Zwecke zu nutzen. Damit werden auch quartierdienliche Nutzungen ermöglicht und das Westfeld kann so dem gesamten Quartier zu Gute kommen. Nicht zuletzt wird mit dem Bebauungsplan die baumbestandene Promenade an der Ensisheimerstrasse am Rand des Areals als grünes vernetzendes Band zwischen Bachgrabengebiet und Kannenfeldpark dauerhaft geschützt.

Die Realisierung der Projekte liegt in Händen der Baugenossenschaft wohnen&mehr. Sie hat das Areal im Baurecht übernommen und beabsichtigt, ab 2022 mit der Vermietung erster Wohnungen zu beginnen.