Mitwirkungsverfahren Nr. 10: Arealentwicklung Volta Ost

Modellfoto Volta Ost

Das Areal Volta Ost zwischen Voltastrasse, Elsässerstrasse, Wasserstrasse und Mülhauserstrasse wird in den nächsten Jahren verändert: es werden neue Wohnungen und Büroräume entstehen.

Informationen zum Projekt

Das Areal Volta Ost erlebt mit der Auslagerung der IWB in ein eigenständiges Unternehmen eine Veränderung. Im Zuge der Auslagerung gehen die von der IWB genutzten Flächen in das Eigentum des Kantons über. Der Kanton hat für das Areal ein Entwicklungs- und Bebauungskonzept erstellt.

Im westlichen Arealteil entlang der Elsässerstrasse und der Voltastrasse ist eine Blockrandbebauung für Wohnen und Arbeiten vorgesehen. Es werden innovative Formen des Wohnens und der Mischung aus Wohnen und Arbeiten angestrebt. Es ist vorgesehen, Wohnraum für Studierende zu erstellen und so das Angebot an studentischen Wohnungen zu erweitern. Das Projekt wird als Eigeninvestition vom Kanton realisiert.

Im östlichen Arealteil sollte ursprünglich eine Erweiterung der bestehenden Schule realisiert werden, nach neuesten Absichten der Regierung soll das neue Schulhaus nun aber auf dem Lysbüchelareal zu stehen kommen. Somit können die Häuser an der Wasserstrasse (mit Ausnahme von Nr. 39) erhalten bleiben. Im Sinne des Erhalts von günstigem Wohnraum hat Immobilien Basel-Stadt mit der Wohngenossenschaft Gnischter eine Absichtserklärung über die Übernahme der Gebäude an der Wasserstrasse im Baurecht abgeschlossen.

Zeitplan

Die Planung Volta Ost begann im Hinblick auf die Auslagerung der IWB in ein eigenständiges Unternehmen. In das Eigentum der IWB ging 2010 nur jene Flächen über, die für den Betrieb des Fernheizkraftwerks notwendig sind. Die übrigen Flächen blieben im Eigentum des Kantons. Der Regierungsrat gab bereits 2008 eine städtebauliche Studie in Auftrag, die Überlegungen zur künftigen Nutzung dieser Flächen festhielt. 2009 wurde das Entwicklungskonzept Volta Ost durch den Regierungsrat verabschiedet, das im Sinn eines Richtplans die Ergebnisse der städtebaulichen Studie für die Behörden verbindlich festhielt.

Am 8.5.2012 verabschiedete der Regierungsrat den Ratschlag Volta Ost. Der Ratschlag umfasst Antrag für eine Zonenänderung, die Festsetzung eines Bebauungsplans und die Änderung des Wohnflächenanteils.

Der grosse Rat überwies den Ratschlag betreffend das Areal Volta Ost am 6.6.2012 seiner Bau- und Raumplanungskommission zur Berichterstattung. Im Oktober 2012 bat das Bau- und Verkehrsdepartement namens des Regierungsrats die Behandlung des Geschäfts vorläufig auszusetzen, bis der Standort des neuen Holzheizkraftwerks der IWB und die Frage nach der Erweiterung des Voltaschulhauses geklärt ist.

Im September 2014 wurde das Geschäft von der Bau- und Raumplanungskommission wieder aufgenommen. Die Kommission hat dem Grossen Rat beantragt dem Ratschlag zuzustimmen. Der Grosse Rat hat am 6.2.2015 den Zonenänderungsplan, den Bebauungsplan und die Änderung des Wohnanteils für verbindlich erklärt.

Im Juli 2015 wurde für den westlichen Arealteil der anonyme Projektwettbewerb Quartierergänzung Volta Ost ausgeschrieben. Am 9.9.2015 war Eingabeschluss. Sieger des Projektwettbewerbs war das Projekt „Gregory“ der ARGE Trachsler & Hoffmann. Es sieht einen schmalen zehngeschossigen Riegelbau entlang der Elsässerstrasse vor und einen dreigeschossigen Sockel zum Fernheizkraftwerk an der Voltastrasse. Das Erdgeschoss besteht aus einem offenen Gefüge aus Quartierrestaurant und Läden. Die Wohnnutzungen umfassen Quartierwohnungen, Studentenwohnungen und Wohnungen für die Sozialhilfe. Zusätzlich wird eine Tagesstätte in einem separaten Gebäude an die bestehende Gebäudezeile an der Elsässerstrasse angebaut. Um die Wettbewerbsvorgabe nach erschwinglichem Wohnraum zu erfüllen, wurde die private Fläche in den Wohnungen reduziert und durch gezielte Massnahmen in den halbprivaten Bereichen des Hauses kompensiert. Diese sehen beispielsweise zumietbare Jokerräume vor oder gemeinschaftlich genutzte Aussenräume. Einen Teil der Wohnungen wird Immobilien Basel-Stadt der Sozialhilfe zur Verfügung stellen. Der Bau soll Ende 2019 fertiggestellt sein.

Die bestehenden Liegenschaften an der Wasserstrasse 21-39 bleiben erhalten. Sie wurden im Sinne der Bewahrung von günstigem Wohnraum an die Wohngenossenschaft Gnischter im Baurecht abgegeben.

Mitwirkung

Bereits im Dezember 2009 hat das Stadtteilsekretariat Basel-West zusammen mit der BVD die Öffentlichkeit über das geplante Projekt informiert. Im April 2010 organisierte das  Stadtteilsekretariat Basel-West einen Workshop, um Anliegen aus dem Quartier bezüglich der Arealentwicklung Volta Ost zu sammeln. Die Anliegen der Quartierbevölkerung wurden an der Anhörung am 14.7.2010 den Behörden unterbreitet.

Am 20. Oktober 2011 führte das Stadtteilsekretariat Basel-West gemeinsam mit der Verwaltung eine weitere Informationsveranstaltung zur Arealentwicklung Volta Ost durch. Die Veranstaltung war mit rund 70 Personen gut besucht. Die öffentliche Planauflage lief vom 19. Oktober bis 18. November 2011.

Im Rahmen der Bauträgerausschreibung auf dem westlichen Baufeld gab es eine Quartiervertretung im Auswahlgremium. An der Delegiertenversammlung des Stadtteilsekretariats vom 29.04.2015 haben die Delegierten Rebekka Wuchner als Quartiervertretung in die Jury gewählt.

Wie weiter?

Für das östliche Areal ist geplant, dass der Standort des künftigen Schulhauses auf dem Lysbüchelareal sein wird, allerdings muss dafür der Bebauungsplan erst noch genehmigt werden. Sollte dies der Fall sein, ist für das Voltaschulhaus lediglich einen Innensanierung geplant. Der Kredit zur Sanierung würde auch den Pausenhof einschliessen. Die Häuser an der Wasserstrasse können (bis auf Nr. 39) erhalten bleiben. Die Mitwirkung bei der Planung des neuen Schulhauses ist noch offen.

Downloads

Infoveranstaltung Volta Ost

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