Mitwirkungsverfahren Nr. 18: Umgestaltung Wielandplatz

Der Wielandplatz befindet sich in einem schlechten baulichen Zustand und muss
im Rahmen anstehender Belags- und Leitungssanierungen gänzlich erneuert werden. In den vergangenen Jahren haben die AnwohnerInnen gegenüber dem Planungsamt verstärkt den Wunsch nach einer Aufwertung des Platzes geäussert.
Die Verkehrssituation am Platz ist unbefriedigend und wird vor allem von FussgängerInnen und VelofahrerInnen als gefährlich empfunden. Aus diesem Grund wurde ein Projekt zur Umgestaltung des Wielandplatzes entwickelt.

Informationen zum Projekt

Das Planungsamt hat zusammen mit den Amtsstellen der Mobilität, Polizei, Tiefbauamt, Stadtgärtnerei und den Basler Verkehrsbetriebe (BVB) ein Verkehrskonzept entwickelt das eine Optimierung des Verkehrs und eine Vergrößerung der Trottoirflächen beabsichtigt.

Bei der Projektbearbeitung werden diese Ziele verfolgt:

  • Der Wielandplatz soll weiterhin als offene Platzfläche erhalten bleiben: Es soll ein Ort sein der kurz zum Hinsetzen, aber nicht zum langen Verweilen einlädt. Sicherheit, Sauberkeit und Ruhe haben dabei oberste Priorität.
  • Der Baumbestand soll weitgehend in die Gestaltung integriert werden.
  • Möglichst viele Parkplätze sollen im Projekt kompensiert und für Zubringer ermöglicht werden. Im Bezug auf den Sportplatz und den Mittagstisch soll das Abholen und Bringen mit dem Auto möglich sein.
  • Eine sichere Überquerung des Platzes muss für alle Nutzer gewährleistet und die Vortrittsregelung klar signalisiert werden (insbesondere die Veloführung).
  • Für die optimale Lage der Bushaltestelle sind eine gute Erreichbarkeit und ein behindertengerechte Zugang entscheidend.

Projektübersicht
Das Gestaltungsprojekt sieht den Erhalt des offenen Platzes vor, der sich durch
den dominanten Baumbestand definiert. Die Zusammenführung der Verkehrsachsen auf eine Kreuzung schafft klare Verkehrsbeziehungen und bietet die Chance die gewonnen Flächen neu zu nutzen. Kurze und direkte Wege führen über den Platz zu den Bushaltestellen. Sitzgelegenheiten entlang der großzügigen Pflanzeninseln laden zum hinsetzten ein.
Die verspielte Form neuer Bäume, schafft ein Kontrast zu den Alleen und Reihen welche zum Platz führen. Der Zugang zum Schützenmattpark wird verbessert  und der Eingangsbereich um den ehemaligen Polizeiposten transparenter.

Mitwirkung

Am 26.9 lud das Bau- und Verkehrsdepartement zu einem Informationsanlass zur Umgestaltung des Platzes ein. Die Veranstaltung polarisierte und zeigte klar, dass das sehr komplexe Projekt aufgrund diverser Abhängigkeiten zwischen den einzelnen Departementen und Teilprojekten eine weit tiefere und detailliertere Informationsaufbereitung benötigt.

Eine vertiefte Informationsvermittlung, d.h. der grundsätzlichen Aufbereitung gegenwärtiger politischer Rahmenbedingungen sowie die Konsequenzen aus planerischen Instrumenten wie sie der kantonale Richtplan zur Folge hat, sind notwendig – erst so wird eine Brücke zwischen konzeptioneller Planung und konkreter Projektidee geschlagen und gibt den Kontext. Vor allem ist aber die Abbildung verschiedener Nutzerinteressen enorm wichtig, um Projekte nicht an den Bedürfnissen vorbei zu planen. Deshalb riefen wir eine Quartiersvertretergruppe ins Leben, die bisher aus folgenden Vertretern besteht:

  • Alterszentrum Weiherweg
  • Anwohner
  • Elternrat Gotthelfschulhaus
  • Mittagstisch Robi
  • NQV Bachletten-Holbein
  • NQV Spalen-Gotthelf
  • Verein offener Pavillion Schützenmatte (VOPS)
  • Platzwart Schützenmattstadion

Bisher fanden vier Termine statt (siehe Dokumente Ergebnisse 03052012, 23052012, 15102012 und 27112012) in denen die Akteure mit Vertretern der Verwaltung über das Projekt diskutierten und Wünsche und Forderungen einbrachten. Neu ist, dass von Anwohner bereits eine Petition gegen das Projekt eingereicht wurde. Die kritischen Anwohner sind mittlerweile auch Teil der Begleitgruppe, in welcher die Kritikpunkte am Projekt besprochen werden. Vornehmlich sind diese die Fahrbahnbreite, Anzahl Parkplätze und Fussgängerquerungen. Die Projektleitung hat einige Punkte in das Projekt integriert.

Im Zuge der Finanzplanung hatte der Kanton die Umsetzung des Projektes um einige Jahre verschoben. Im Herbst 2015 wurde kommuniziert, dass das Projekt nun doch umgesetzt werden soll.

Eine Informationsveranstaltung für die Anwohner fand am 21. Januar 2016 statt. Die Powerpointpräsentation finden Sie bei den Unterlagen.

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