Mitwirkungsverfahren Nr. 21: Schulhausneubauten

Die Umsetzung der Schulharmonisierung verdient den Namen „Grossprojekt“. Neben der pädagogischen Neuausrichtung der Schule, umfasst sie im St. Johann einen Neubau und im Wasgenring einen Erweiterungsbau. Da die Primarschulzeit neu sechs statt vier Jahre umfasst, werden mehr Schulräume benötigt.

Schulprovisorium Lysbüchel

Die Umsetzung der Schulharmonisierung umfasst im St. Johann einen Neubau. Ursprünglich sollte das neue Schulgebäude entweder direkt neben dem bestehenden Schulhaus oder an der Wasserstrasse errichtet werden. Aufgrund der engen Platzverhältnisse, der steigenden Schülerzahlen und der Option eines neuen Standorts wurde die Erweiterung des Schulhauses auf dem Areal Volta Nord überprüft. Der Regierungsrat beabsichtigt das neue Schulhaus auf dem Lysbüchelareal zu errichten. Der diesbezügliche Bebauungsplan muss aber noch genehmigt werden. Selbst wenn der Bebauungsplan genehmigt wird, dauert es noch mindestens vier Jahre, bis das Schulhaus auf dem Lysbüchel bezugsbereit ist. In der Zwischenzeit wird auf der Voltamatte ein provisorisches Schulhaus aus 12 Containern errichtet.

Am 31. Oktober 2016 fand im Rhypark eine Informationsveranstaltung der Verwaltung über das Projekt Schulprovisorium Lysbüchel statt. In der Präsentation finden sich nähere Informationen.

Primarschule Volta

Für den Fall, dass das neue Schulhaus auf dem Lybüchel gebaut wird, wird die Primarschule Volta lediglich saniert. Eingeschlossen in die Sanierung ist der Pausenhof.

Primarschule Wasgenring

Für einen Erweiterungsbau auf dem Schulareal Wasgenring fand ein Projektwettbewerb statt. 36 Teams beteiligten sich. 2014 gewann das Architekturbüro Sven Richter, Basel den Wettbewerb. Das Projekt überzeugt durch die klare Setzung auf dem Areal und die konsequente Weiterführung der Haller-Bauten. Der Baumbestand wird weitgehend erhalten. Die Architektursprache ordnet sich in die bestehende Schulanlage ein. Die zwei kleinteiligeren Gebäudevolumen «umklammern» das Herzstück, die doppelgeschossige Aula. Bei Veranstaltungen in der Aula mit 300 bis 400 Personen sind die Erschliessungsflächen mit Sichtbezug zur Aula eine wertvolle Ergänzung mit der Möglichkeit der Mehrfachnutzung.

Das Vorprojekt startete 2014. Die Inbetriebnahme ist für 2017 geplant.

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Mitwirkung

In den Planungsprozess bei diesem Neubau sollen neben den Behörden und den Architekten auch die NutzerInnen der Schule (also die Lehrpersonen, Angestellten und die SchülerInnen) sowie das Quartier – sprich Anwohner, Vereinsvertreter und Interessierte – einbezogen werden:

a) Mitwirkung des Schulpersonals 

Der Einbezug des Schulpersonals wird über das Erziehungsdepartement organisiert. Das Bauprojekt wird von zwei Raumverantwortlichen (davon gehört einer zur Schulleitung) begleitet.

Die raumverantwortliche Schulleitung sitzt stimmberechtigt in der Jury des Architekturwettbewerbs.

b) Einbezug der SchülerInnen 

Auch die SchülerInnen sollen einbezogen werden. Was die Mitwirkung der SchülerInnen betrifft, so sind spezielle Methoden und Vorgehensweisen erforderlich. Das Erziehungs-departement hat der Schulleitung deshalb einen Geldbetrag zugesprochen, damit sie eine externe Institution mit der Schülermitwirkung beauftragen kann. Den Auftrag hat der Verein drumrum erhalten.

c) Mitwirkung des Quartiers

Die Mitwirkung des Quartiers organisiert das Stadtteilsekretariat Basel-West. Ziel ist, die räumlich-funktionale Trennung von der Schule als Ort der Wissensvermittlung und dem Quartier als Ort der Freizeit und des informellen Lernens aufzuheben. Aus diesem Grund hat das Stadtteilsekretariat die Anliegen der Quartiervereine, der AnwohnerInnen und der Eltern zu den Schulräumen und zum Pausenhof gesammelt. Der Mitwirkungsworkshop fand statt am Mittwoch, 23. Januar 2013. Die Tageswoche beurteilte den Workshop wie folgt:

http://www.tageswoche.ch/de/2013_03/basel/504233/mitwirkungsverfahren-im-schnelldurchlauf.htm

Die gesammelten Anliegen wurden Ende Februar 2013 dem Leiter Dienste Volksschule in schriftlicher Form eingereicht (Anliegen Voltaschule). Eine Antwort der Verwaltung steht noch aus.

Beim Neubau Volta nehmen ferner zwei Vertretungen der Quartierorganisationen im Status eines Experten ohne Stimmrecht Einsitz in der Jury des Architekturwettbewerbes. .

Mehr Informationen

Nebst der Mitwirkung soll über verschiedene Kanäle über den Schulhausneubau informiert werden:

a) Informationsveranstaltung 

Im Schulrat und Elternrat wurde 2015 kurz über den Schulhausbau und den Projektstand informiert.

b) Informationen im Internet

Im Internet unter http://www.stadtplan.bs.ch/geoviewer/ Rubrik Schule kann man einen Stadtplan anschauen, auf dem alle Schule und die damit verbundenen Projekte einsehbar sind. Unter der Website www.hochbau.bs.ch/themen_und_projekte/laufende-wettbewerbe.htm und www.simap.ch sind alle Wettbewerbsausschreibungen veröffentlicht.

c) Medienmitteilungen

Nach jedem grösseren Entscheid der Regierung oder des Grossen Rats zu einem Bauprojekt wird die Bevölkerung über die Medien informiert.

d) Architekturwettbewerb

Zum Abschluss des Architekturwettbewerbs organisiert das BVD eine öffentliche Ausstellung.

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