Mitwirkungsverfahren Nr. 25: Neugestaltung Rheinuferpromenade

Rheinuferpromenade

Am Rheinufer zwischen dem St. Johanns-Park und der französischen Grenze entsteht eine Promenade für Fussgänger und Velofahrer. Baubeginn für das Projekt «Undine» war 2013, in Betrieb genommen wurde der neue Rheinuferweg im Frühling 2016

Informationen zum Projekt

Zwischen dem Rhein und dem Novartis Campus entsteht eine neue, rund 550 Meter lange und zehn bis 30 Meter breite Promenade. Die Mauern, die zur Überbrückung des Höhenunterschiedes von bis zu zwölf Metern zwischen Wasserspiegel und Novartis Campus notwendig sind, nehmen die geschwungene Bewegung des Wassers auf und führen sie in den Wegbereichen weiter. Wie selbstverständlich verweben sich integrierte Treppen und Rampenanlagen mit den Mauern und schaffen die Verbindungen zwischen den einzelnen Ebenen. Vertikal angeordnete, gebrochene Kalksteinbänder als Verblendung der Betonmauern verleihen dem Uferabschnitt einen warmen, textilen Ausdruck.

Die Promenade ist in zwei Wegebenen gegliedert:

  • Der hochwassersichere Promenadenweg dient als wichtige Verbindung für den Fuss- und Veloverkehr zwischen der Stadt Basel und Frankreich. Neben dem rund vier Meter breiten Asphaltband schliessen gekieste Aufenthaltsnischen mit Bäumen und Sitzbänken an, die zum Verweilen einladen. Eine Archäologieausstellung in Form von Fernrohren mit Blick in die keltische Vergangenheit des Geländes sowie in die Brüstungsmauern integrierte Dichtertafeln im Rahmen des neuen, trinationalen Dichterweges stellen eine kulturelle Bereicherung für die Nutzer dar. Etwa in der Mitte der Promenade entsteht im Rahmen des Novartis-Neubaus Eckgebäude Asklepios 8 ein öffentliches Restaurant mit Aussenterrasse und Blick auf den Rhein. Eine in die Mauer integrierte, öffentliche und selbstreinigende WC-Anlage rundet das Angebot ab. Der Promenadenweg wird nachts ausgeleuchtet.
  • Die wassernahe Ebene bildet der für Basel typische, nicht hochwassersichere Bermenweg, der rund 1.50m über dem mittleren Wasserspiegel liegt und einen reinen Spazierweg darstellt. Vier Rheinschwimmerausstiege mit Duschen bieten hier ein attraktives Angebot.

Ab der französischen Grenze wird der Rheinuferweg bis zur Dreiländerbrücke in Huningue fortgeführt. Allerdings läuft derzeit hinter der Grenzne eine Lindansanierung auf dem Gelände der ehemaligen industriellen Kläranlage Ara Steih.  Hier sind 55 000 Kubikmeter bis zu einer Tiefe von 14 Metern mit Nebenprodukten der Lindanproduktion – eines Insektizids, das heute verboten ist – verunreinigt. Die Federführung bei der Sanierung hat Novartis. Die Kosten werden auf 200 Millionen Euro geschätzt.

Die Kosten der neuen Uferpromenade betragen rund 28 Millionen Franken.

Zeitablauf

Das Parlament stimmte dem Projekt «Undine» im Juni 2011 zu. Die öffentliche Planauflage lief im Sommer 2012 ohne Einsprachen ab. Im Herbst 2012 wurden auch der Rückbau und die Sanierung des Hafens St. Johann erfolgreich abgeschlossen. Dies war eine der Voraussetzungen für den Bau der Rheinuferpromenade. Mit dem Bau wurde im Frühling 2013 begonnen. Die Promenade wurde im April 2016 eröffnet. Die Sanierungsarbeiten werden voraussichtlich noch bis 2017 dauern. Die Rheinuferpromenade wird deshalb in seiner ganzen Länge bis zur Dreiländerbrücke nur an den Wochenenden uneingeschränkt geöffnet werden. Und auch dann mit möglichen Ausnahmen. Im Verlaufe der Sanierung kann es auch an Wochenenden zu Geruchsemissionen kommen. Die Messaktivitäten werden wie bis anhin weitergeführt, um sicherzustellen, dass zu keiner Zeit eine Gefährdung der Bevölkerung besteht. Nach Abschluss der Deponiesanierung, voraussichtlich 2017, wird der Rheinuferweg auch auf der französischen Seite durchgehend geöffnet sein.

 

Mitwirkung

Antrag auf Mitwirkung 

Der Trägerverein des  Stadtteilsekretariats Basel-West hat am 22.11.2012 bei der Verwaltung einen Antrag auf Mitwirkung gestellt.

Begleitgruppe Rheinuferpromenade

Im Januar 2013 legte das Stadtteilsekretariat Basel-West zusammen mit den Projektverantwortlichen das Setting dieses Mitwirkungsverfahrens fest. Es hat sich eine Begleitgruppe gebildet. Folgende Vereine sind in der Begleitgruppe vertreten: IG Rheinschwimmen; Graue Panther; Pro St. Johann; NQV St. Johann; Kinderbüro Basel; Verein Rhybadhüsli; Behindertenforum; Spilruum St. Johann und die SP Basel West.

In der ersten Begleitgruppensitzung vom 31.1.2013 hat der Projektleiter Herr Lardi das Projekt vorgestellt und erwähnt, welche Quartieranliegen bis jetzt aufgenommen worden sind. In der zweiten Begleitgruppensitzung vom 8.2.2013 wurden weitere Quartieranliegen gesammelt und der Projektleitung weitergeleitet (Die Quartieranliegen sind hier zu sehen). In der dritten Begleitgruppensitzung vom 10.4.2013 stand ein Treffen mit Vertretern der IWB an. Es ging v.a. um logistische Frage im Zusammenhang mit dem geplanten Holzkraftwerk an der Voltastrasse.

Im August 2013 hat die Verwaltung das Stadtteilsekretariat informiert, welche Anliegen aus welchen Gründen aufgenommen oder nicht aufgenommen wurden. Da es im Antwortschreiben einige nicht beantwortete Punkte bzw. umstrittene Punkte gab, wurden die Anliegen in einer Sitzung mit dem Projektleiter im November 2013 erneut diskutiert. Einzelne Anliegen wie u.a. bessere Ausstiege für Rheinschwimmer, mehr Sitzgelegenheiten, Dichtertafeln oder Duschen für Rheinschwimmer hat die Verwaltung aufgenommen.

Im Januar 2016 gab es ein Treffen mit dem nachfolgenden Projektleiter Roger Reinauer um die Themen „Eröffnungsfeier“ und „öffentliche Grillstellen“ zu besprechen.

Die Begleitgruppe wird auch nach Fertigstellung der Promenade bestehen und als Nutzergruppe bei allfällige Probleme und Konflikte reagieren.

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