Mitwirkungsverfahren Nr. 39: Umgestaltung Burgfelderstrasse – Missionsstrasse

Hintergrund

Die Achse Burgfelderstrasse – Missionsstrasse – Spalenvorstadt soll zwischen Luzernerring und Schützenmattstrasse in den nächsten Jahren umfassend instandgesetzt werden. Dabei sind die Haltestellen des öffentlichen Verkehrs behindertengerecht auszugestalten (Umsetzung BehiG). Zudem sind die Behinderungen des ÖV zu reduzieren sowie die unbefriedigende Verkehrssituation für den Fuss- und Veloverkehr zu verbessern. Die Anforderungen an das Betriebskonzept und die Strassenraumgestaltung wurden auf der Basis einer Machbarkeitsstudie festgelegt. 

Informationen zum Projekt

Die Tramgleise, der Strassenbelag sowie die Gas-, Wasser- und Stromleitungen in der Burgfelderstrasse, der Missionsstrasse und der Spalenvorstadt haben ihr Lebensende erreicht. Sie müssen saniert werden. Der Kanton Basel-Stadt nutzt diese Gelegenheit, um die Verkehrssicherheit und den Verkehrsfluss zu verbessern.

Massnahmen zur Verbesserung des Verkehrsflusses und der Verkehrssicherheit in der Missions- und Burgfelderstrasse

Damit die verschiedenen Verkehrsteilnehmenden sich nicht gegenseitig behindern, braucht es in der Burgfelderstrasse und der Missionsstrasse breitere Fahrbahnen. Der Ratschlag sieht vor, 124 Parkplätze so anzuordnen, dass alle Verkehrsteilnehmenden weniger behindert werden und sicherer unterwegs sind. Weitere 90 Parkplätze müssen aufgehoben werden. Die aktuellen Richtlinien für Verkehrssicherheit und das Behindertengleichstellungsgesetz für den Umbau von Tramhaltestellen wurden dabei so ausgelegt, dass so viele Parkplätze wie möglich erhalten bleiben. Am Burgfelderplatz erhalten Velofahrende bei der Tramhaltestelle Burgfelderplatz in beide Richtungen eigene Velostreifen. Vor dem Ladeneingang der Migros Burgfelder können Velos künftig geordnet abgestellt werden. Beim Spalentor kreuzen Missionsstrasse und Spalenvorstadt die stark befahrene Achse Schönbeinstrasse-Schützengraben. Von der Missionsstrasse her kommende und nach links abbiegende Fahrzeuge warten neu vor der Ampel auf den Tramschienen. Dadurch behindern sie die nach rechts abbiegenden Autos und die Velofahrenden nicht mehr. In der Missionsstrasse und der Burgfelderstrasse werden dreizehn zusätzliche Bäume gepflanzt. Somit wachsen 123 Bäume entlang dieser Achse, die Staub aus der Luft filtern, Schatten spenden und das Stadtklima verbessern.

Spalenvorstadt erhält Pflästerung und direkte Veloverbindung
Das Trottoir wird gemäss Gestaltungskonzept Innenstadt zwischen Spalentor und Schützenmattstrasse mit Rheinwacken gepflästert, die Fahrbahn asphaltiert. Damit die Trottoirflächen so eben wie möglich sind, werden die Wackensteine handverlesen und flach geschliffen. Die Spalenvorstadt zwischen Schützenmattstrasse und Petersgraben ist Gegenstand eines späteren Projektes.

Durch die Verschiebung der haltestelle können Velofahrende künftig direkt durch die Spalenvorstadt in Richtung Innenstadt fahren und müssen keinen Umweg mehr über den Petersplatz nehmen müssen.

Behindertengerechte Tram- und Bushaltestellen

Sämtliche Tramhaltestellen auf der Achse und die Bushaltestelle Strassburgerallee werden so gebaut, dass ein stufenloses Ein- und Aussteigen direkt vom Trottoir in die Trams möglich wird. Menschen im Rollstuhl oder mit einer Gehbehinderung können so den öffentlichen Verkehr ohne Hilfe nutzen . Die Haltestellen der Tramlinie 3 und die Bushaltestelle der Linie 31/38 an der Strassburgerallee werden komfortabler. Damit alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt werden können, müssen die Haltestellen teilweise verschoben werden. So muss zum Beispiel die Haltestelle Spalentor aus der Kurve neben dem Stadttor um einige Meter stadteinwärts in die Spalenvorstadt verlegt werden, da sonst der vom Behindertengleichstellungsgesetz definierte kleine Abstand zwischen Haltekante und Tram nicht eingehalten werden kann.

Wichtigste Zielsetzungen sind:

  • ÖV: Reduktion von Betriebsbehinderungen und behindertengerechter Zugang zu den Haltestellen (BehiG)
  • Velo: Verbesserung Streckenführung und Erhöhung Verkehrssicherheit an Knoten (neu gemäss Teilrichtplan Velo: Pendlerroute) inkl. Öffnung Spalenvorstadt für Veloverkehr stadteinwärts
  • Fussverkehr: Erhöhung Verkehrssicherheit an Querungen und Verbreiterung Trottoirs
  • Grünbilanz: Verbesserung der Baumstandorte und Vergrösserung der Grünflächen
  • Gestaltung: Verbesserung der Raumstruktur und Flächenrückgewinnung für Aufenthalt
  • MIV: Sicherstellung der Funktionalität gemäss Strassennetzhierarchie und der Anwohnerparkflächen sowie der Erschliessung der Liegenschaften

 

Zeitplan

Mit dem RRB vom 21. Mai 2013 wurde ein Kredit zur Projektierung von 350’000 Franken des obigen Projekts beantragt und am 16. Oktober 2013 durch den Grossen Rat genehmigt. Aufbauend auf der Vorstudie des Amtes für Mobilität hat das Planungsamt  ein Vorprojekt und darauf aufbauend einen Ratschlag erarbeitet. Der Regierungsrat hat den Ratschlag im Juni 2018 an den Grossen Rat überwiesen.Die Kosten für die Erneuerung der Burgfelderstrasse, der Missionsstrasse und der Spalenvorstadt betragen 35,9 Mio. Franken. Davon entfallen rund 11,5 Millionen Franken auf die ohnehin notwendige Sanierung der Gleise. Nicht eingerechnet sind die Kosten für die Sanierung der unterirdischen Leitungen durch IWB. Sollte der Grosse Rat dem Projekt zustimmen, beginnen die Bauarbeiten frühestens Ende 2020.

Den ausführlichen Beschluss finden Sie unter: www.regierungsrat.bs.ch/geschaefte/regierungsratsbeschluesse.html. Suchen Sie nach dem Stichwort Burgfelderstrasse, Missionsstrasse oder Spalenvorstadt.

Einen Informationsfolder zum Projekt finden Sie unter: www.planungsamt.bs.ch/oeffentlicher-raum/burgfelderstrasse—missionsstrasse—spalenvorstadt.html

Falls Sie Fragen zum Projekt haben, steht Ihnen der Projektleiter Carsten Fiedler (Telefon: +41 61 267 91 87, E-Mail: carsten.fiedler@bs.ch) gerne zur Verfügung.

Mitwirkung

Die Delegierten des Stadtteilsekretariats Basel-West haben anlässlich der Delegiertenversammlung vom 19.11.2013 einstimmig beschlossen, bei der Kontaktstelle für Quartierarbeit einen Antrag auf Mitwirkung zu beantragen. Der Antrag wurde am 14.1.2014 eingereicht. Am 12.5.2014 erfolgte mit den Projektleitenden eine Auslegeordnung, bei der folgendes beschlossen wurde:

Um die Anliegen aus dem Quartier entgegennehmen zu können, sollen eine Anhörung sowie eine oder mehrere Informationsveranstaltungen stattfinden.

Workshop am 4.5.2015

Unabhängig von der Verwaltung organisierte das Stadtteilsekretariat Basel-West im Mai 2015 mit ausgewählten Quartierakteuren einen Workshop. Es ging darum, aus einem kleinen Kreis erste Ideen und Anliegen zur Aufwertung des Strassenraums zu erhalten. Dabei soll Aufwertung breiter gefasst werden als im Umgestaltungsprojekt.

Aktivierende Befragung am 30. und 31. März 2016

Im Frühjahr eruierten wir mit einer aktivierenden Befragung im öffentlichen Raum (Vorplatz Coop Missionsstrasse) Bevölkerungsbedürfnisse, die der Verwaltung bzw. Projektleitung übergeben wurden. Ein grosser Teil der Anliegen sind im Projekt abgebildet und unterstützen noch einmal die planerischen Überlegungen der Verwaltung.

Informationsfolder

Im Sommer 2018 hat das Planungsamt den AnwohnerInnen einen Informationsfolder zukommen lassen. Der Informationsfolder liegt auch in der Geschäftsstelle des Stadtteilsekretariats auf. Den Folder finden Sie hier: BVD_Folder_Burgfelder-Missionsstr-Spalenvorstadt

Fragerunde 

Am Donnerstag, 30. August 2018 beantworteten die Projektleiter in einer Fragerunde zur Erneuerung der Burgfelderstrasse, Missionsstrasse, Spalenvorstadt Fragen der Anwesenden. Die schriftlichen Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie hier: Anwohnerinfo vom 30. August 2018

 

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