Neubau Naturhistorisches Museum Basel und Staatsarchiv Basel

Hintergrund

Die Räumlichkeiten des Staatsarchivs gelangen an die Grenzen ihrer Aufnahmefähigkeit. Bereits im Dezember 2010 hat sich der Regierungsrat dafür entschieden, am Standort Bahnhof St. Johann einen Neubau für das Staatsarchiv zu erstellen. Auch die Räumlichkeiten des Naturhistorischen Museums Basel (NMB) entsprechen nicht mehr den Anforderungen eines zeitgemässen Museumsbetriebs. Der Regierungsrat hat entschieden, auch das Naturhistorische Museum in einen Neubau am Standort Bahnhof St. Johann zu verlegen. 

Informationen zum Projekt

Der Projektwettbewerb um einen Neubau für das Naturhistorische Museum Basel (NMB) und das Staatsarchiv Basel-Stadt (StABS) an der Entenweidstrasse ist entschieden. Das Preisgericht hat das Projekt „ZASAMANE“ der Zürcher Architekten EM2N ausgewählt und zur Weiterbearbeitung empfohlen. Das Siegerprojekt schafft mit einer grosszügigen, zentralen Eingangshalle einen urbanen Ort, welcher zum Austausch zwischen Archiv, Museum und Quartier einlädt und auch unabhängig von den Institutionen öffentlich genutzt werden könnte. Zudem vermögen das verglaste Dachgeschoss des Staatsarchivs und die Turmkrone mit dem Potential für eine öffentliche Bar eine stadträumliche Signalwirkung zu erzeugen. Rund 19‘700 m2 Hauptnutzfläche umfasst das Raumprogramm des gemeinsamen Neubaus, wobei rund 11‘700 m2 HNF auf das Naturhistorische Museum, rund 6‘800 m2 auf das Staatsarchiv und rund 1‘200 m2 auf gemeinsame Bereiche entfallen. Das Kostendach für das Gesamtprojekt ist durch den Regierungsrat 2013 auf 190 Mio. Franken festgelegt worden.

Im Anschluss an den Wettbewerb wurde mit dem siegreichen Team der Architekten EM2N in die Vorprojektphase und die Erarbeitung des Ratschlags gestartet. Die Planung verzögerte sich allerdings, weil der Grosse Rat beschlossen hat, den Ratschlag erst dann zu bearbeiten, wenn die kantonale Museumsstrategie vorliegt. Die Museumstrategie wurde im Dezember 2017 vorgelegt. Darin wird am Projekt und am Standort Vogesenplatz festgehalten.

Der Ratschlag für das Bauprojekt wird nun voraussichtlich dem Grossen Rat im Sommer 2018 vorgelegt. Die Realisierung ist ab 2020 geplant, vorbehältlich der Bewilligung des Baukredits durch den Grossen Rat. Bei reibungslosem Ablauf des Bewilligungs-, Planungs- und Realisierungsverfahrens kann 2023 mit dem Bezug und 2024/25 mit der Eröffnung von Staatsarchiv und Museum gerechnet werden.

 

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Mitwirkung

Da der Wettbewerb vor allem das Gebäude und kaum Aussenflächen betreffen, hat der Vorstand nach Absprache mit der Projektleitung vorerst keine Mitwirkung gemäss §55 beantragt. Es wurde aber vereinbart gemeinsam die Bevölkerung an öffentlichen Informationsveranstaltungen über das Projekt und das Bauvorhaben regelmässig und gut zu informieren. Die nächste öffentliche Informationsveranstaltung ist nach dem Ratschlag 2018 geplant.