Mitwirkungsverfahren: Klybeck plus

Klybeck plus: Wohin die Entwicklung geht.

In den letzten Jahren haben sich die Nutzungen im Klybeckareal grundlegend verändert: Das Areal wird fast nicht mehr für die industrielle Produktion benötigt. Auch in Labor- und Bürogebäuden bestehen Leerstände sowie Mindernutzungen. Die Grundeigentümerinnen BASF und Novartis haben sich deshalb mit dem Kanton Basel-Stadt zusammengeschlossen, um die neue Verwendung des Areals gemeinsam zu definieren. Der Schulterschluss von BASF, Novartis und dem Kanton Basel-Stadt bietet die einmalige Chance, eine enorme Fläche von rund 300‘000 m² (ca. 285’000 m² Werkareal plus angrenzende Grünflächen, Freiräume und Strassen) als Gesamtprojekt zu betrachten und im Interesse Aller zu entwickeln.

Die Werkareale von BASF (rot) und von Novartis (gelb) sowie die angrenzenden öffentlichen Grün- und Freiräume bilden zusammen das Planungsgebiet von klybeckplus zwischen Rhein und Wiese. Links unten ist die Dreirosen-Brücke zu sehen.

Die Werkareale von BASF (rot) und von Novartis (gelb) sowie die angrenzenden öffentlichen Grün- und Freiräume bilden zusammen das Planungsgebiet von klybeckplus zwischen Rhein und Wiese. Links unten ist die Dreirosen-Brücke zu sehen.

Ein Gewinn für Basel und seine Bevölkerung

Die heutigen Industrieareale sind für die Öffentlichkeit unzugänglich. Sie bilden einen mehrheitlich unbekannten Fleck auf der Stadtkarte und ziehen einen Riegel zwischen Rhein und Wiese, der die benachbarten Quartiere voneinander trennt. Wird dieses Gebiet durchlässig und zugänglich, entsteht eine Vernetzung zwischen Kleinhüningen, Klybeck, Horburg und Matthäus. Bereits daraus ergibt sich ein Gewinn an Lebensqualität in der Stadt. Die Planung von klybeckplus betrifft bebautes Industriegebiet, das nicht von Grund auf neu gestaltet wird, sondern sich über einen längeren Zeitraum hinweg Schritt für Schritt verändern wird. Entstehen wird ein Stadtquartier mit unterschiedlichen Nutzungen für Wohnen, Arbeit, Freizeit und Kultur. Die Partner bekennen sich dazu, ein neues, zusammenhängendes Stück Stadt entwickeln zu wollen, das eine eigene Identität und öffentliche Einrichtungen erhält und an die Nachbarquartiere angebunden ist. Unterschiedliche Nutzungen schaffen auch Raum für Aufenthaltsflächen und Verbindungen zu Rhein und Wiese. Wohnen wird in unterschiedlichen Segmenten möglich sein. Rund 50‘000 m² Grundstücksfläche sollen für die laufende Nachfrage nach Wirtschaftsflächen bereitgestellt werden, eventuell auch als Erweiterungsstandort für den Switzerland Innovation Park Basel Area.

Projektplanung

In der zweiten Jahreshälfte 2016 beginnt die Testplanung für klybeckplus. Mehrere Planungsbüros werden innerhalb der abgesteckten Ziele für das gesamte Areal Entwicklungsszenarien entwerfen. Diese werden in einer Syntheseplanung zusammengeführt und in einen Stadtteilrichtplan eingearbeitet. Mit einer Planauflage ist voraussichtlich 2018 zu rechnen. Weitere Planungsschritte werden folgen.


Phase 1 Planungsverfahren
Planungsvereinbarung, Grundlagenarbeit, Testplanung, Anpassung der Inhalte im kantonalen Richtplan, Synthese
Phase 2 Planungsrechtliche Massnahmen
Integration in den Stadtteilrichtplan Kleinhüningen-Klybeck, Planauflage, Genehmigung durch Regierungsrat, Abschluss städtebaulicher Vertrag
Phase 3 Planungsrechtliche Massnahmen
Vertiefungsstudien, Zonenänderung, Sondernutzungsplanung (evtl. Bebauungspläne Stufe 1)
Phase 4 Planungsverfahren
Weiterführende Studien und Varianzverfahren
Phase 5 Planungsrechtliche Massnahmen
Evtl. Festsetzung Bebauungspläne Stufe 2
Phase 6 Beginn Umsetzung
Eingabe von Baugesuchen

Die vorliegende Planungsvereinbarung von BASF, Novartis und Basel-Stadt gilt für die Phasen 1 und 2. Weitere Informationen zu allen Planungsschritten sind in der Planungsvereinbarung zu klybeckplus enthalten.

Möglichkeiten und Bedeutung von Information und Beteiligung

Die Planungspartner haben sich zu einer proaktiven Haltung bezüglich der Beteiligung ausgesprochen, die gezielt und gesamtstädtisch ausgerichtet ist. Am 4. Mai 2016 haben sie einen Mitwirkungsantrag gemäss §55 gestellt. Im August und September 2016 fanden erste Veranstaltungen statt, die Einblicke in das Klybeckareal ermöglichen: geführte Touren am 27. August und 12. September sowie eine Beteiligungsveranstaltung am 24. September.

In der ersten Planungsphase von klybeckplus lief die Beteiligung parallel bzw. sogar vorgelagert zum Verfahren der städtischen Testplanung:

–   Erste Beteiligungsveranstaltung: Am 24.09.2016 ergänzen die Teilnehmenden den Entwurf zum Programm der Testplanung und diskutieren, was es braucht, damit die Arealentwicklung zu einem Mehrwert für Basel wird. Die Beteiligung gibt den Planerteams Hinweise und Inputs aus den Quartieren.

–   Zweite Beteiligungsveranstaltung: Über 160 Teilnehmende liessen sich an der zweiten Beteiligungsveranstaltung vom 17. Juni 2017 auf vier unterschiedliche Testplanungs-Varianten ein. In wertschätzen­der, konstruktiv-kritischer Atmosphäre entstanden Rückmeldungen, welche von grossem Nutzen für die kommenden Planungsschritte von klybeckplus sind. Inhalte und Eindrücke dieses Tages sind festgehalten in einem Veranstaltungsbericht und einigen Fotos. Die Auswertung der zweiten Beteiligungsveranstaltung klybeckplus vom 17.06.2017 ist erstellt und steht auf der Webseite zur Ansicht zur Verfügung.

–   Dritte Beteiligungsveranstaltung: An der dritten Beteiligungsveranstaltung vom 19.9.2017 haben die Planungspartner die Zwischenergebnisse der Syntheseplanung vorgestellt, siehe dazu auch die Präsentation, das Handout für die Teilnehmenden und die Medienmitteilung zu diesem Anlass. Die Synthese basiert auf den Resultaten aus der städtebaulichen Testplanung und der zweiten Beteiligungsveranstaltung. Die Ergebnisse der dritten Beteiligungsveranstaltung klybeckplus vom 19.09.2017 stehen als Protokoll und als Auswertung online zur Verfügung.

–   Informationsveranstaltung zur Synthese: Am 21.11.2017 haben die Planungspartner des Projekts klybeckplus mit der Synthese ihre Schlussfolgerungen aus der ersten Planungsphase (städtebauliche Testplanung mit Beteiligungsveranstaltungen) vorgestellt. Die Präsentation und die Medienmitteilung zu dieser Informationsveranstaltung sind nun online abrufbar.

Die Beteiligung wird fortgesetzt werden. Über die Themen, Formen und Daten wird informiert, sobald die Struktur und Inhalte für die nächste Planungsphase definiert sind.

 

Zwischennutzungen BASF auf dem Klybeckareal

Die BASF Schweiz AG hat im März 2018 mitgeteilt, dass sie drei geeignete freie Gebäude auf dem Klybeckareal für Zwischennutzungen zur Verfügung stellt. Bei der Vermittlung und Vermietung arbeitet die BASF mit dem Basler Verein unterdessen zusammen. (zusätzliche Informationen unter: Medienmitteilung und Illustration). Wie im Juni 2018 bekannt wurde, werden die Gebäude 102, 104 und 106 voraussichtlich ab Oktober 2018 für eine fünfjährige Zwischennutzung zur Verfügung stehen. Um Ideen für die öffentlichen Nutzungen zu gewinnen, laden die BASF und unterdessen am Samstag, 23. Juni 2018, von 9.00 Uhr bis 12.30 Uhr zu einem Workshop ein. Weitere Informationen zum Anlass und zur Anmeldung bis 15. Juni 2018 finden Sie unter diesem Link.

 

Die zukünftige Tramstrecke durch das Klybeckareal

Im Rahmen der Tramnetzentwicklung in Basel wird es auch ein Tram Klybeck geben, welches die neuen Quartiere über die Schiene erschliesst. Ein entsprechendes Vorhaben ist zur Prüfung einer finanziellen Unterstützung beim Bund, ohne dass es bereits um eine definitive Streckenführung oder Planung gehen würde. Rainer Franzen, der im Amt für Mobilität des Kantons Basel-Stadt die städtische Tramnetzentwicklung betreut, äussert sich im Interview zu diesem Verkehrsprojekt.

 

Anlaufstelle

Ab 15. August 2017 öffnen die Planungspartner BASF, Novartis und Kanton Basel-Stadt im Personalrestaurant Klybeck an der Mauerstrasse 1 einen Ausstellungsraum zur Arealentwicklung klybeckplus. Dieses Info-Center ist jeweils am Dienstag Abend (17 bis 19 Uhr) und am Mittwoch über Mittag (12 bis 14 Uhr) frei zugänglich. Auf rund 160 Quadratmetern Fläche bietet es auf Tafeln, mit einem Videoflug über das Gelände und weiteren Materialien einen umfassenden Einblick in das Projekt und seinen Planungsstand. Aktuell sind zum Beispiel die Plakate, Modelle und Planunterlagen zu den vier Testplanungsvarianten ausgestellt, die im Herbst um Informationen zur Synthese ergänzt werden.

 

Allgemeine Fragen, Anliegen und Rückmeldungen zum Projekt können an folgende Stelle gerichtet werden:


Bau- und Verkehrsdepartement Kanton Basel-Stadt
Anlaufstelle „klybeckplus“
Münsterplatz 11
4001 Basel

E-Mail:info@klybeckplus.ch

Tel.Nr.: 061 267 91 52

 

Alle notwendigen Informationen finden Sie unter: http://klybeckplus.ch