Anpassungen an der Verkehrsinfrastruktur und der Verkehrsführung im Neubad

Bericht zur Informationsveranstaltung vom 13. Mai 2019 mit dem Amt für Mobilität und dem Planungsamt, verfasst von Yorick Tanner (Stadtteilsekretariat Basel-West)

Im Neubad rund um den Neuweilerplatz plant das Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) verschiedene Anpassungen an der bestehenden Verkehrsinfrastruktur und Verkehrsführung. Wie das BVD, vertreten durch Evelyne Preller, Projektleiterin im Amt für Mobilität und Pascal Bossert, Leiter des Ressorts Verkehr im Planungsamt vor Vertreterinnen und Vertretern aus dem Neubadquartier darlegten, handelt es sich um drei unterschiedliche Projekte:

Tramhaltestellen Bernerring und Laupenring
Erstens analysierte das BVD anlässlich der anstehenden baulichen Anpassung an die Vorschriften des Behindertengleichstellungsgesetzes den Ist-Zustand bei den beiden Tramhaltestellen Bernerring und Laupenring. Es zeigte sich, dass die beiden Haltestellen sehr nahe beieinander liegen und die Zahl der dort ein- oder aussteigenden Fahrgäste gering ist. Um einen gleichmässigere Verteilung der Tramhaltestellen zu erzielen, sollen die beiden Haltestellen Bernerring und Laupenring daher auf der Höhe der Guisan-Promenade zusammengelegt werden. Dadurch vergrössert sich für einige wenige Anwohnerinnen und Anwohner zwar die Gehdistanz zur Haltestelle um einige Meter, doch steht dem eine Verkürzung der Fahrzeit auf der Tramlinie 8 und grosszügigere Platzverhältnisse für die an der Haltestelle wartenden Fahrgäste gegenüber. Gemäss jetzigem Planungsstand rechnet das BVD damit, diese Haltestellenzusammenlegung in den Jahren 2022 oder 2023 vollziehen zu können.

Tramhaltestelle Neubad und Neuweilerplatz
Zweitens, und ebenfalls in Zusammenhang mit gesetzlich vorgeschriebenen Anpassungen an das Behindertengleichstellungsgesetz, plant das BVD eine Anpassung der Haltestelle Neubad an die Bedürfnisse von Personen mit eingeschränkter Mobilität, wobei auch eine Verbesserung der Verkehrssicherheit insbesondere für Fussgängerinnen und Fussgänger erzielt werden soll. Was die Vorschriften des Behindertengleichstellungsgesetzes betrifft, so ist im Falle der Tramhaltestelle Neubad die üblicherweise angestrebte Lösung, wonach die Haltekante durchgängig für den ebenerdigen Einstieg ins Tram erhöht wird, aufgrund der beschränkten Platzverhältnisse im Kreisel und dem maximal zulässigen Gefälle nicht möglich. Stattdessen strebt das BVD deshalb eine Lösung an, bei welcher jeweils der Wartebereich ganz vorne und ganz hinten auf die für Personen mit eingeschränkter Mobilität notwendige Höhe erhöht wird, die Mitte des Wartebereichs indes auf dem jetzigen Niveau verbleibt. Für die Verbesserung der Sicherheit und Aufenthaltsqualität von Fussgängerinnen und Fussgängern ganz allgemein werden die Trottoirs am Neuweilerplatz rund um den Kreisel wo möglich verbreitert. Das BVD erwartet, diese Anpassungen rund um die Tramhaltestelle Neubad frühestens in den Jahren 2025 oder 2026 umsetzen zu können.

Verbesserung der Luftqualität und Verkehrssicherheit in der Reiterstrasse und der westlichen Holeestrasse
Drittens soll gemäss dem regierungsrätlichen Aktionsplan «Gesunde Luft in den Wohnquartieren» in der Reiterstrasse und im westlichen Teil der Holeestrasse eine Verringerung der vom Strassenverkehr verursachten Luftbelastung erzielt werden. Hierfür plant das BVD, im westlichen Teil der Holeestrasse ein Tempolimit von 30 km/h zu erlassen. Dies zusätzlich zur Reiterstrasse, wo ein solches Tempolimit schon seit April 2017 in Kraft ist. Ergänzend soll an der Verzweigung Holeestrasse/Laupenring die Verkehrsführung neu so gestaltet werden, dass der Verkehr vermehrt auf den Laupenring gelenkt wird. Mit diesen Massnahmen will das BVD nebst der Erhöhung der Verkehrssicherheit insbesondere eine Verbesserung der Luftqualität in der Reiterstrasse und der westlichen Holeestrasse sowie eine Reduktion der von übermässiger Luftbelastung betroffenen Personen erreichen. Die Einführung von Tempo 30 in der westlichen Holeestrasse soll nach den Sommerferien publiziert und dann zeitnah eingeführt werden. Die Anpassungen an der Verzweigung Holeestrasse/Laupenring hingegen werden ungefähr im Jahr 2028 und den dann anstehenden Arbeiten für die Erhaltung der Strasseninfrastruktur umgesetzt.

Weiteres Vorgehen
Gemeinsam mit dem federführenden Bau- und Verkehrsdepartement und den Quartierorganisationen wird sich das Stadtteilsekretariat Basel-West dafür einsetzen, dass die Anliegen der Bevölkerung im Neubad bei der Umsetzung der geplanten Massnahmen wo immer möglich berücksichtigt werden. Die Grundlage hierfür bilden die im April 2017 im Rahmen einer Bedarfsabklärung dokumentierten Bedürfnisse der Quartierbevölkerung. Die Zusammenfassung der entsprechenden Erkenntnisse ist hier als Download verfügbar:

Für Rückmeldungen, Anliegen und Anregungen steht Ihnen das Stadtteilsekretariat Basel-West gerne zur Verfügung.