Ausfallentschädigung für Kulturschaffende und Kulturunternehmen: Frist verlängert

Mitteilung der Abteilung Kultur des Präsidialdepartements vom 14.05.2020

Langsam und mit viel Umsicht nähern wir uns schrittweise wieder dem an, was wir vor Ausbruch der Corona-Pandemie als normal empfunden haben. Zur Freude des Publikums konnten Museen und Bibliotheken am Montag wieder ihre Türe öffnen, während Veranstaltungen voraussichtlich ab Anfang Juni wieder stattfinden können – ohne, dass wir heute die Veranstaltungsgrössen kennen. Der Bund hat angekündigt, am 27. Mai dazu zu kommunizieren.

Die Abteilung Kultur arbeitet auf Hochtouren daran, die von Kulturschaffenden und Kulturinstitutionen eingereichten Gesuche auf Ausfallentschädigung so rasch als möglich zu behandeln. Diese Hilfeleistung wird rege genutzt: Bis gestern sind im Kanton Basel-Stadt 266 Gesuche für Ausfallentschädigungen eingegangen. Rund zwei Drittel davon stammen von Kulturschaffenden, während ein Drittel von Kulturunternehmen kommt.

Diese Möglichkeit bleibt weiterhin bestehen, denn der Bundesrat hat gestern die COVID-Verordnung Kultur um vier Monate verlängert. Sie gilt somit neu bis am 20. September 2020. Konkret bedeutet dies für Sie als Kulturschaffende/r oder für Ihre Kulturinstitution, dass Sie bis zu diesem Zeitpunkt Ausfallentschädigungen beantragen können. Für Veranstaltungen, die bereits heute definitiv abgesagt sind, bitten wir Sie indes, wenn möglich bis Ende Mai Ihre Gesuche für Ausfallentschädigung einzureichen.

Der Bundesrat hat die Gesamtsumme, die er dem Kultursektor für Covid-Abfederungsmassnahmen zur Verfügung stellt, nicht erhöht. Er lagert indes jene Mittel, die bisher für die Finanzierung der zinslosen Darlehen für Kulturunternehmen verwendet wurden, teilweise für Ausfallentschädigungen um. Denn die zinslosen Darlehen wurden schweizweit kaum nachgefragt. Somit können ab dem 21. Mai keine Darlehen zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen mehr beantragt werden. Die Möglichkeit für Kulturschaffende, bei Suisseculture Sociale Nothilfe zu beantragen, bleibt hingegen unverändert bestehen.

Zum Schluss möchten wir Sie noch auf einige weitere Punkte aufmerksam machen: Beantragen Sie, wenn möglich, zuerst Erwerbsausfallentschädigung bei der Ausgleichskasse oder Kurzarbeit, bevor Sie ein Gesuch auf Ausfallentschädigung bei der Abteilung Kultur stellen. Vom Swisslos-Fonds unterstützte Festivals oder Kulturveranstaltungen bitten wir, das Vorgehen, ob es zu einer Absage oder lediglich zu einer Verschiebung kommt, zuerst mit dem Swisslos-Fonds zu klären. Falls Sie Fragen zu den COVID-19-Abfederungsmassnahmen für Kulturschaffende und Kulturunternehmen haben oder Unklarheiten zum konkreten Vorgehen bestehen, können Sie unsere eigens dafür eingerichtete Hotline anrufen. Aufgrund sinkender Nachfrage wird sie künftig von Montag bis Freitag nur noch nachmittags bedient.