«Jazz im Park», die dritte Staffel

«Aufgrund grosser Nachfrage» ... Ohne zu übertreiben: Die kostenlosen Jazz-Konzerte im Basler Schützenmattpark finden dermassen Anklang, dass die Reihe ab Ende Februar 2020 in die dritte Saison geht.

Die Jazzkonzerte im Schützenmattpark haben sich etabliert. Jeweils am letzten Mittwoch des Monats spielen Jazz-Formationen auf. Im Frühling und Herbst sind es Trios, weil die Konzerte dann in Lucio de Feos Restaurant «Pavillon» stattfinden. In den Sommermonaten spielen grössere Formationen, dann werden die Glaswände zum Park geöffnet. Selbst ein Gewitter konnte dem Treiben letzten Sommer kein Ende setzen. «Der Donner war im Rhythmus», lacht Hans Gilomen, selbst Trompeter bei der «Stardust Jazzband». Er stellt auch dieses Jahr das Programm von «Jazz im Park» zusammen und tritt selbst auf.

Good Times

«Swing, Latin, Dixie, Bop», erklärt Jazzliebhaber Gilomen die stilistische Bandbreite der Konzertreihe, «populärer, melodiöser Jazz, keine Extreme.» Ein probates Mittel gegen «graue Wolken und die Widerlichkeiten aus der Zeitung und dem Radio» seien die «schönen Melodien der 50er, 60er und 70er Jahre», sagt er. Wichtig ist ihm und Wirt Lucio de Feo auch, dass «Jazz im Park» ein Treffpunkt für die Menschen aus den umliegenden Quartieren ist. «Das Publikum soll weder nonstop berieselt, noch von der Musik plattgedrückt werden. Die Konzerte bieten auch einen Rahmen, damit die Leute miteinander ins Gespräch kommen.»

Das Publikum, die Leute. Sie strömen herbei. Im Februar und März sowie im Oktober und November waren vergangenes Jahr die 50 Plätze im «Pavillon» praktisch restlos belegt. Im Sommer griff die Musik bis in den Park aus, und nicht wenige Konzertbesucherinnen und –besucher fanden bloss noch auf den Parkbänken einen Sitzplatz.

Konzert plus Jam-Session plus Tanz

Das «Jazz im Park»-Konzept geht auf: Nach einem einstündigen Auftritt und einer kurzen Pause kommt es jedes Mal zu einer offenen Jam-Session. Auch getanzt soll werden – und wird sogar! Dazu sei jedoch etwas Animation nötig, schmunzelt Hans Gilomen: «Schweizer Männer ab 35 tanzen nicht mehr, sie interessieren sich nur noch für Fussball, Politik oder Jassen … Damit sie tanzen, muss man sie herausfordern.» Das klappt, auch wenn sie, amüsiert sich der Organisator, schon nach dem zweiten Tanz müde sind.

Gratis

Und warum braucht das Publikum für die «Jazz im Park»-Konzerte nichts zu bezahlen? Nein, die Musikerinnen und Musiker müssen keineswegs gratis auftreten. Die Gagen übernimmt der Verein Offener Pavillon Schützenmattpark (VOPS). Diesem Verein, dem der Kanton Basel-Stadt den Pavillon zur Nutzung anvertraut hat, gehören die Neutralen Quartiervereine Neubad und Spalen-Gotthelf an. Aufgabe des VOPS ist es auch, den 2003 eröffneten Pavillon im Park mit Kulturveranstaltungen zu unterstützen und somit das Quartierleben zu unterstützen. Ganz im Sinne auch von Lucio de Feo, dem «Pavillon»-Wirt, der mit seinem Team auch an den Konzerten für Speis und Trank sorgt. Wer an den Konzerten essen will, tut übrigens gut daran, einen Tisch zu reservieren.

Den Flyer mit dem gesamten Jahresprogramm können Sie hier herunterladen: