Migrantinnen- und Migrantensession: Arbeitsgruppen

Der Verein Mitstimme lädt am 9. November 2019 zur Migrantinnen- und Migrantensession im Basler Rathaus.

Zur Vorbereitung haben sich nun fünf Arbeitsgruppen gebildet, welche mit ihrer Arbeit das Kernstück der Migrantinnen- und Migrantensession bilden: Hier werden in konstruktiven und offenen Diskussionen Themen und Vorstösse ausgearbeitet, welchen dann in der Migrantinnen- und Migrantensession zur Abstimmung gelangen.

Die nächste Plenumssitzung der Arbeitsgruppen findet statt am: Donnerstag, 13. Juni um 18:30 Uhr im Quartiertreffpunkt LoLa (Lothringerstrasse 63, 4056 Basel).

Die folgenden Arbeitsgruppen bereiten die Migrantinnen- und Migrantensession inhaltlich vor:

Willkommenskultur – Leitung Cristina F. und Gina V.: Treffen am 5. Juni um 18.30 Uhr in der Markthalle
Der Kanton Basel-Stadt nimmt für seine offene Willkommenskultur eine schweizweite Pionierrolle ein. Welche Zielgruppen werden mit den bestehenden Massnahmen erreicht, welche werden dadurch ausgeschlossen? Inwiefern können diese noch verbessert werden? Kann eine Willkommenskultur, im Sinne einer Anerkennungskultur, für alle Bewohnerinnen und Bewohner des Kantons Basel-Stadt durch eine Sensibilisierung zur Stadtbürgerschaft (urban citizenship) erreicht werden?

Gesundheit und Migration – Leitung Cátia d.S. und Zaira E.: Treffen am 21. Mai um 16 Uhr in der Markthalle
Migrantinnen und Migranten sind oft Risiken ausgesetzt, die sich sequentiell und kumulativ negativ auf ihre Gesundheit auswirken: Ökonomische, administrative, sprachliche und kulturelle Barrieren können beispielsweise als Faktoren genannt werden, die den Zugang zum Gesundheitswesen oder zu gesundheitsfördernden Massnahmen für Menschen in einem Migrationskontext erschweren können. Nur durch die Bekämpfung dieser Barrieren kann ihre Teilhabe am sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Leben der Gesellschaft erreicht werden. Was wird auf kantonaler Ebene in diesem Bereich gemacht und welche Massnahmen sind für die Zukunft geplant?

Autoversicherungen – Leitung Cristina B.: Treffen am 3. Juni um 18.30 Uhr in der Markthalle
Personen ohne Schweizer Staatsbürgerschaft zahlen bis zu 95 Prozent mehr Prämien für die Autoversicherung als Schweizerinnen und Schweizer. Inwiefern können diese Preisunterschiede durch die Risikokalkulation der Autoversicherungen gerechtfertigt werden? Gäbe es andere Methoden für die Berechnung von Prämien?

Politische Partizipation – Leitung Sine D. und Cristina F.: Treffen am 10. Juni um 18 Uhr in der Markthalle
Es gibt bereits einige Mitwirkungsmöglichkeiten für Personen ohne Schweizer Staatsbürgerschaft. Im Paragraf 55 der kantonalen Verfassung (BS) ist zum Beispiel festgehalten, dass der Staat die Quartierbevölkerung in seine Meinungs- und Willensbildung einbezieht, „sofern ihre Belange besonders betroffen sind“. Was heisst das konkret und wie kann diese Mitwirkungsmöglichkeit tatsächlich genutzt und gefördert werden? Gibt es weitere Instrumente, die zur politischen Partizipation von Personen ohne Stimm- und Wahlrecht in der Schweiz beitragen?

Arbeitswelt – Leitung Firat G.
Migrantinnen und Migranten tragen wesentlich zum Wachstum der Schweizer Wirtschaft bei und generieren dabei etwa einen Viertel des Wirtschaftswachstumes des Landes. Die Schweiz hat seit mehr als zehn Jahren rekordhohe Einwanderungsraten aus dem EU/EFTA-Raum. Dabei spielen Aspekte wie faire Arbeitsbedingungen, Löhne aber auch Berufslehre eine wichtige Rolle. Diese Arbeitsgruppe macht eine Recherche zu diesen drei Hauptpunkten, erarbeitet die Problematik und gibt Lösungsvorschläge.

Weitere Infos zur Migrantinnen- und Migrantensession auf der Homepage des Vereins Mitstimme.

Die wichtigsten Termine gibt es hier.