Ökostadt Basel lanciert Petition für Depotgebühr auf Aludosen

Mit einer Petition zuhanden der eidgenössischen Räte bittet der Verein Ökostadt Basel den National- und Ständerat, sich dafür einzusetzen, dass…

… 1. auf Alu-Getränke-Dosen ein vorgezogenes Pfand erhoben und damit ein WERT beigemessen wird (Wiederver-WERTUNG).
… 2. die fest gelegte Rücklaufquote von jetzt 75% auf 95% erhöht wird.

Aluminium (Alu) ist ein wichtiger Rohstoff zur Erzeugung von diversen Baustoffen. Zum Beispiel zur Herstellung von Fahrzeugteilen, von diversen Verpackungsmaterialien oder explizit auch zur Herstellung von Alu-Getränke-Dosen.

Alu wird nicht in der Schweiz produziert. Zur Herstellung von Alu wird „Bauxit“ (ein rotes Gestein) in andern Ländern oder Erdteilen abgebaut. Dieses Gestein wird in einem chemischen Verfahren zu Tonerde verarbeitet, wobei ein hochgiftiges Abfallprodukt, der sogenannte „Rotschlamm“ entsteht. (vgl. Unfall im Jahr 2012 durch einen gebrochenen Damm und der Rotschlamm-Überschwemmung in Ungarn.)
Diese Tonerde wiederum wird in einem elektrolytischen Verfahren mit viel Energie zu Roh-Alu verarbeitet. Dieses wird in die Schweiz importiert und hier weiterverarbeitet zu hochwertigen Alu-Erzeugnissen.

• Alu wird mit hohem Energieverbrauch produziert (1kg 52 Kwh).
• Mit der Energie, die es für die Produktion einer einzigen Dose braucht, könnte man 8-10 Std. fernsehen.
• Im Recyclingverfahren werden 95% der Energie wieder eingespart.
• Mit einem Kilogramm recycliertem Aluminium, werden 9 kg CO2 eingespart.
• Mit einem Pfand wird der Rücklauf interessanter, sodass nicht mehr soviele Aludosen herumliegen, und Leute können sich etwas verdienen, die das Geld dringend nötig haben.

Die Petition kann hier heruntergeladen, ausgedruckt und unterschrieben werden: