Mitwirkungsverfahren Nr. 22: Arealentwicklung Volta Nord

Das Areal VoltaNord erstreckt sich nördlich des Bahnhofs St. Johann und befindet sich im Besitz von der SBB und Immobilien Basel-Stadt.  Die Eigentümer betreuen das Projekt der künftigen Arealentwicklung gemeinsam.

Aktuell

Am Mittwoch, dem 17. Juni 2020 hat der Kantonsbaumeister Beat Aeberhard zusammen mit VertreterInnen der Grundeigentümer über den Stand der Planungen informiert und darlgelegt, inwiefern die Anliegen aus dem bisherigen Mitwirkungsverfahren in das aktuelle städtebauliche Konzept eingeflossen sind.

Diese Veranstaltung fand online als Livestream statt. Falls Sie nicht dabei sein konnten oder sich die Präsentationen nochmal in aller Ruhe ansehen wollen finden Sie unten die Aufzeichnung der Veranstaltung.

Nun steht ausserdem bis zum 31. Juli ein Online-Fragebogen zur Verfügung. Dort können Sie schriftlich weitere und vertiefende Rückmeldungen sowohl zum bisherigen Verfahren als auch für die weiteren Planungsschritte einreichen. Das Stadtteilsekretariat Basel-West wird diese Rückmeldungen auswerten, veröffentlichen und den Planungsverantwortlichen übergeben. Das Ausfüllen des Fragebogens dauert ungefähr 20 Minuten. Nutzen Sie diese Möglichkeit – hier geht’s zum Fragebogen.

Die Konzepte der sieben Planungsteams können noch bis zum 24. Juni im Lichthof am Münsterplatz 11 besichtigt werden. Öffnungszeiten: 08.00 – 17.00 Uhr. Den Schlussbericht der Jury zur städtebaulichen Studie können Sie hier herunterladen: VoltaNord_Schlussbericht städtebauliche Studie (April 2020)

Wie gehts weiter?

Das Stadtteilsekretariat Basel-West wird die Ergebnisse des Fragebogens in einem Bericht auswerten, veröffentlichen und den Planungsverantwortlichen übergeben. Für die weiteren Planungen der Grün- und Freiräume auf dem Areal wird nun eine Begleitgruppe bestehend aus QuartierbewohnerInnen und VertreterInnen von ansässigen Organisationen gegründet. Interessierte Personen können sich via Fragebogen oder per E-Mail an das Stadtteilsekretariat Basel-West (info@stsbw.ch) für die Mitarbeit in der Begleitgruppe melden.

Informationen zum Projekt

Testplanung

Der Kanton Basel-Stadt und die betroffenen Grundeigentümer haben zuerst eine Testplanung durchgeführt und die Ergebnisse sukzessiv weiterentwickelt. Die Grundzüge der Planung wurden 2013 / 2014 im Rahmen von mehreren Workshops mit einer Begleitgruppe bestehend aus der Quartierbevölkerung, Verbänden und dem Gewerbe diskutiert. Im Februar 2014 wurde die Testplanungs- und Synthesephase für das Lysbüchel abgeschlossen.

Bebauungsplan

Aufbauend auf den Ergebnissen der Testplanung hat die Verwaltung einen Bebauungsplan erarbeitet. Der Bebauungsplan sieht im Norden einen verdichteten Arbeitsschwerpunkt und im Süden eine Fortsetzung der Mischnutzung des Quartiers St. Johann mit Schwerpunkt Wohnen vor. Der nördliche Bereich des Areals verbleibt dementsprechend in der Industrie- und Gewerbezone (Zone 7) und soll Platz für emissionsintensives Gewerbe und weitere gewerbliche Nutzungen bieten. Weitere Arbeitsnutzungen sind im bestehenden Gebäude auf Baufeld 5 sowie auf Baufeld 3 vorgesehen. Im Süden erstellt der Kanton und die Stiftung Habitat neuen Wohnraum. An der Elsässerstrasse soll ausserdem eine für das Quartier St. Johann dringend benötigte Primarschule realisiert werden. Die Planung ermöglicht insgesamt 2‘000 bis 3‘400 Arbeitsplätze (heute 700 bis 800) sowie neuen Wohnraum für 1‘300 bis 2‘000 zusätzliche EinwohnerInnen. Die neuen Nutzer des Areals sollen von qualitätsvollen Freiräumen profitieren. Vorgesehen sind ein kompakter, begrünter Platz an der Schnittstelle zum bestehenden Quartier sowie eine vielfältig nutzbare Erholungsfläche im Westen, welche mit einer Naturschutzzone entlang der Bahngleise verzahnt sein soll. Das Erschliessungskonzept bietet direkte, attraktive Verbindungen für den Fuss- und Veloverkehr. Die Erschliessung für den motorisierten Individualverkehr und den Schwerverkehr erfolgt von Norden und Osten, es besteht kein Durchgangsverkehr. Der Bebauungsplan lag vom 29.7. – 30.8.2016 öffentlich auf: Auflagegegenstand (PDF, 7.6 MB) und Orientierender Inhalt (PDF, 4.6 MB). Es wurden mehrere Einsprachen gegen den Bebauungsplan eingereicht, die von der Verwaltung bearbeitet wurden. Der Bebauungsplan wurde am 20. Juni 2017 vom Regierungsrat beschlossen. Der Grosse Rat hat am 16. Mai 2018 dem Bebauungsplan deutlich zugestimmt. Ferner entschied der Grosse Rat am 16.5, dass die Primarschule Lysbüchel künftig auf dem Lysbüchelareal in ein altes Lagerhaus an der Elsässerstrasse eingebaut wird. Der Gewerbeverband hat Ende Juni 2018 das Referendum gegen den Bebauungsplan eingereicht. Das Volk hat in der Abstimmung vom 25. November 2018 den Bebauungsplan angenommen. Im Bebauungsplan VoltaNord werden die übergeordneten Rahmenbedingungen für die weitere Planung festgelegt.

Städtebauliches Studienauftragsverfahren

Nach der Annahme des Bebauungsplan begann im 2. Quartal 2019 lancierte der Kanton Basel-Stadt gemeinsam mit der SBB ein Studienauftragsverfahren mit sieben Teams. Diese Teams haben Bebauungskonzepte für die Baufelder 2, 4 und 5 sowie Freiraumkonzepte erarbeitet. Ziel war ein zweiter Bebauungsplan (resp. mehrere Bebauungspläne), welcher von einer Wettbewerbsjury im Frühjahr 2020 ausgewählt wurde. In der Jury vertreten, wenn auch ohne Stimmrecht, waren mit Simon Martin und Benjamin Plüss auch zwei Quartiervertreter.

Das Beurteilungsgremium des Studienauftrags hat sich im April 2020 für eine Synthese von zwei Beiträgen entschieden, die folgende Planungsteams eingereicht haben:

  • ARGE pan m Architekten / gud Architekten mit Johann Reble Architekt, Schläpfer Carstensen Landschaftsarchitekten, Basler & Hofmann Ingenieure, Bernhard Böhm und Dr. Nils Guettler (Nachwuchsteam)
  • jessenvollenweider architektur ag mit Stauffer Rösch Landschaftsarchitekten, Martin Frei und Cabane Partner

Projektdauer

  • 2012: Testplanung
  • 2016: öffentliche Planauflage Bebauungsplan VoltaNord
  • 2018: Grossratsbeschluss Bebauungsplan VoltaNord
  • 2018: Volksabstimmung zum Bebauungsplan am 25.11.2108
  • ab 2018: Umnutzung der Liegenschaften Elsässerstrasse 215 und 209 auf Baufeldern 3 und 5
  • ab 2018: Realisierung einer verdichteten, gewerblichen Nutzung auf Baufeld 1
  • ab 2019 / 2020: Realisierung Neubauten auf Baufeldern 4 und 5 sowie auf der Parzelle der Stiftung Habitat
  • ab 2022: Realisierung Neubauten auf Baufeld 2

Mitwirkung

Antrag §55

Das Stadtteilsekretariat hat am 24.5.2011 einen Antrag auf Mitwirkung eingereicht. Die Auslegeordnung fand am 5.11.2012 statt. An der Auslegeordnung wurde festgehalten, dass in einer ersten Phase der Kanton ein Dialogverfahren mit Gewerbetreibenden und Quartiervertretern durchführt. Die Ergebnisse des Dialogverfahrens sollen in den Bebauungsplan einfliessen.

Dialogverfahren

Stellvertretend für die Eigentümer führte der Kanton 2013 mit betroffenen Vereinen und Gewerbebetrieben ein Dialogverfahren. Das Stadtteilsekretariat und seine Mitglieder Kulturstadt jetzt, Mobile Jugendarbeit Basel, NQV St. Johann; Pro St. Johann, QTP LoLa, Stellwerk und SP Basel-West waren als Quartiervertretungen dabei. Am 4.7.2013 hat die Verwaltung die Beteiligten über den Projektstand und die angedachten Bebauungen informiert. Das Stadtteilsekretariat hat darauf Meinungen und Anliegen zu diesen Ideen gesammelt. Diese Anliegen haben wir am 22.8.2013 bei der zweiten Veranstaltung des Dialogverfahrens, dem Workshop, deponiert. Am 24.2.2014 erfuhren die Beteiligten an einer Schlussveranstaltung welche der Anliegen und Ideen aufgenommen wurden.

Informationsanlässe

Das Stadtteilsekretariat hat zusammen mit Pro St. Johann im Oktober 2012 einen Vernetzungsanlass zum Thema Arealentwicklung VoltaNord durchgeführt (Lesen Sie dazu unsere Medienmitteilung).

Am 24.9.2014 organisierte das Stadtteilsekretariat Basel-West zusammen mit dem Quartiertreffpunkt LoLa und der Theaterfalle einen spannenden Rundgang über das Areal Lysbüchel, an dem über 70 Personen teilnahmen. Mehr Informationen dazu unter: Rundgang Theaterfalle

Im Juli 2015 organisierten bürgerliche Parteien zusammen mit der IG Lysbüchel  den Anlass „Jo zem Lysbüchelareal“. Im Gegensatz zum Kanton setzen sie sich dafür ein, dass das Gewerbeareal als solches erhalten wird.

Eine öffentliche Informationsveranstaltung der Verwaltung fand im Juni 2016, kurz vor der öffentlichen Auflage des Bebauungsplans 2016, statt. Vertreter der Verwaltung erläuterten den Inhalt des Bebauungsplans und beantworteten Fragen aus dem Publikum. Ebenfalls erläutert wurde, dass die Verwaltung auf dem Areal VoltaNord plant, einen neuen Primarschulstandort „Lysbüchel“ zu errichten.

Abstimmung

Der Gewerbeverband hat Ende Juni 2018 das Referendum gegen den Bebauungsplan eingereicht. Die Abstimmung fand im November 2018 statt, wobei eine Mehrheit von rund 60% der abstimmenden Bevölkerung den vorliegenden Bebauungsplan guthiess.

Auslegeordnung für das weitere Mitwirkungsverfahren

Im Juni und August 2018 trafen sich Vertreter des Stadtteilsekretariats Basel-West mit den Projektverantwortlichen um in einer Auslegeordnung das weitere Mitwirkungsverfahren für die Arealentwicklung aufzugleisen. Vorgesehen ist in den folgenden Planungsphasen nach der Abstimmung eine proaktive Beteiligung der Bevölkerung.

Startworkshop für die weiteren Planungsschritte

Nach der Verabschiedung des Bebauungsplans durch die Stimmbevölkerung trafen sich im April 2018 Vertreterinnen und Vertreter der Quartierbevölkerung gemeinsam mit dem Bau- und Verkehrsdepartement und dem Stadtteilsekretariat Basel-West zu einem Startworkshop für die weiteren Planungsschritte. Ziel des Workshops war es, im Hinblick auf die nächsten Projektphasen Anliegen aus dem Quartier zu sammeln und zu dokumentieren. Die Anwesenden diskutierten in Kleingruppen darüber, welche Bedürfnisse die weitere Planung in den Bereichen „Begrünung und Grünraum“, „Gestaltung des Quartierplatzes“, „Infrastruktur“, „Wohnen und Leben“, „Schule“, „Arbeiten“, „Strassenraum und Verkehr“ sowie „Information und Mitwirkung“ besonders zu berücksichtigen hätte. Das Protokoll des Workshops steht unten als Download zur Verfügung.

„Dein Quartier als Spielbrett“

Im Juni 2019 führte das Stadtteilsekretariat Basel-West das Projekt „Dein Quartier als Spielbrett“ durch. Während jeweils ungefähr vier Stunden an unterschiedlichen Orten im St. Johann aufgestellt, wurden die Passantinnen und Passanten dazu eingeladen, spontan und assoziativ ihre Wahrnehmung des St. Johanns und ihre Wünsche zu seiner weiteren Entwicklung auf einer grossen, begehbaren Karte des Quartiers zu verorten. Zum ersten Einsatz besuchte uns das Regionaljournal Basel. Der entsprechende Radiobeitrag kann hier nachgehört werden (ab Minute 1:54). Die zahlreich eingegangenen Rückmeldungen werden nun in einem nächsten Schritt analysiert, systematisch aufbereitet und in die weiteren Planungsarbeiten eingespiesen.

Online-Mitwirkung nach dem städtebaulichen Studienauftragsverfahren

Seitens des Kantons wurde im zweiten Quartal 2019 ein Studienauftragsverfahren lanciert, in dessen Rahmen 5 bis 7 Planerteams Bebauungskonzepte für die Baufelder 2, 4 und 5 sowie Freiraumkonzepte erarbeiten. Die Ergebnisse des Startworkshops mit der Quartierbevölkerung sind in dieses Studienauftragsverfahren eingeflossen. Ziel war ein zweiter Bebauungsplan (resp. mehrere Bebauungspläne), welcher von einer Wettbewerbsjury im Frühjahr 2020 ausgewählt wurde. In der Jury vertreten, wenn auch ohne Stimmrecht, waren mit Simon Martin und Benjamin Plüss auch zwei Quartiervertreter.

Am Mittwoch, dem 17. Juni 2020 hat der Kantonsbaumeister Beat Aeberhard zusammen mit VertreterInnen der Grundeigentümer über den Stand der Planungen informiert und darlgelegt, inwiefern die Anliegen aus dem bisherigen Mitwirkungsverfahren in das aktuelle städtebauliche Konzept eingeflossen sind.

Diese Veranstaltung fand online als Livestream statt. Im Anschluss an die Präsentationen bestand die Möglichkeit, per Chat Fragen zu stellen und Anliegen für die weitere Planung einzubringen. 

Nun steht ausserdem bis zum 31. Juli ein Online-Fragebogen zur Verfügung. Dort können Sie schriftlich weitere und vertiefende Rückmeldungen sowohl zum bisherigen Verfahren als auch für die weiteren Planungsschritte einreichen. Das Stadtteilsekretariat Basel-West wird diese Rückmeldungen auswerten, veröffentlichen und den Planungsverantwortlichen übergeben. Das Ausfüllen des Fragebogens dauert ungefähr 20 Minuten. Nutzen Sie diese Möglichkeit – hier geht’s zum Fragebogen

Das Stadtteilsekretariat Basel-West wird die Ergebnisse des Fragebogens in einem Bericht auswerten, veröffentlichen und den Planungsverantwortlichen übergeben.