Neubau Naturhistorisches Museum Basel und Staatsarchiv Basel-Stadt

Aktuell

Die für den 6. April geplante Quartierinformation im Stellwerk musste aufgrund des Coronavirus leider verschoben werden. Stattdessen informiert das Hochbauamt des Kantons Basel-Stadt nun an dieser Stelle wie folgt zum aktuellen Projektstand:

Nach der grossen Zustimmung der Basler Stimmbevölkerung  zum gemeinsamen Neubau für das Naturhistorische Museum und das Staatsarchiv im Mai 2019 wurde die Projektierung wieder aufgenommen und das Projekt vertieft und weiterentwickelt. Voraussichtlich kann nun im April 2020 die Publikation des Baugesuchs erfolgen.

Das im Rahmen der Volksabstimmung vorgestellte Gebäudevolumen und die optische Wirkung Gebäudes sind unverändert geblieben. Weiterbearbeitet und präzisiert wurden insbesondere die verwendeten Materialien und die Innengestaltung, die Gebäudetechnik sowie die Bauabläufe des Neubaus.

Die Terminplanung sieht vor, im Frühling 2021 mit dem Aushub der Baugrube zu beginnen. Erste Vorbereitungsarbeiten auf der Parzelle und  Leitungsumlegungen der IWB im Zusammenhang mit dem Projekt könnten bereits im Herbst 2020 erfolgen. Mögliche Verzögerungen aufgrund der Corona-Pandemie sind hierbei nicht berücksichtigt.

Den aktuellen Stand der Planung werden die Projektbeteiligten allen Interessierten in einer öffentlichen Veranstaltung vorstellen, sobald dies wieder möglich ist.

Sollten Sie vorher drängende Fragen haben, wenden Sie sich bitte an die Projektleitung im Hochbauamt Basel-Stadt.

Markus Werner, markus.werner2@bs.ch, 061 267 41 82
Stephanie Laufs, stephanie.laufs@bs.ch, 061 267 41 91

Informationen zum Projekt

Den internationalen Projektwettbewerb für den Neubau des Naturhistorischen Museums des Staatsarchivs an der Entenweidstrasse konnten 2015 die Zürcher Architekten EM2N mit ihrem Generalplanerteam für sich entscheiden. Ihr Projekt „ZASAMANE“ schafft mit einer grosszügigen, zentralen Eingangshalle einen urbanen Ort, welcher zum Austausch zwischen Archiv, Museum und Quartier einlädt und auch unabhängig von den Institutionen öffentlich genutzt werden könnte. Zudem vermögen das verglaste Dachgeschoss des Staatsarchivs und die Turmkrone mit einem Veranstaltungsraum stadträumliche Signalwirkung zu erzeugen. Rund 19‘700 m2 Hauptnutzfläche umfasst das Raumprogramm des gemeinsamen Neubaus, wobei rund 11‘700 m2 HNF auf das Naturhistorische Museum, rund 6‘800 m2 auf das Staatsarchiv und rund 1‘200 m2 auf gemeinsame Bereiche entfallen.

Die Realisierung ist für 2021-2026 geplant. Nach einer einjährigen Umzugs- und Einrichtungsphase für das Staatsarchiv bzw. einer zweijährigen für das Naturhistorische Museum Basel wird das neue öffentliche Kulturgebäude ab 2027/28 neue Impulse im aufstrebenden Stadtquartier St. Johann setzen.

Mitwirkung

Da das Projekt die Parzelle vollständig ausnutzt und keine neuen Aussenflächen gestaltet werden können, hat der Vorstand des Stadtteilsekretariats Basel-West nach Absprache mit der Projektleitung vorerst keine Mitwirkung gemäss §55 beantragt. Es wurde aber vereinbart, gemeinsam die Bevölkerung an öffentlichen Informationsveranstaltungen über das Projekt und das Bauvorhaben regelmässig und gut zu informieren.

Die nächste öffentliche Informationsveranstaltung war geplant am 6. April im Stellwerk. Aufgrund des Coronavirus musste dieser Anlass leider verschoben werden. Die Projektbeteiligten werden den aktuellen Stand der Planung an einer öffentlichen Veranstaltung vorstellen, sobald dies wieder möglich ist.

Hintergrund

Das Naturhistorische Museum Basel und das Staatsarchiv Basel-Stadt sind zwei traditionsreiche Basler Institutionen. Sie haben den Auftrag, wertvolles Kulturgut zu bewahren, zu pflegen und der breiten Öffentlichkeit und der Forschung zugänglich zu machen. Beide Institutionen sind in stark sanierungsbedürftigen Altstadtliegenschaften und in mehreren provisorischen externen Lagern untergebracht. Sie benötigen dringend neue Räumlichkeiten, um ihre einzigartigen Bestände langfristig zu schützen.

Das derzeit im Berri-Bau an der Augustinergasse beheimatete Naturhistorische Museum beherbergt rund 11.8 Millionen Objekte, die von Forscherinnen und Forschern aus aller Welt gebraucht werden. Mit über 120’000 Besuchenden pro Jahr, darunter rund 1400 Schulklassen, ist es eines der meistbesuchten Museen Basels.

Das Staatsarchiv ist mit über 20 Laufkilometern Akten und bis zu 20’000 Benutzungen pro Jahr das historische Gedächtnis des Kantons. Als Schnittstelle zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind im Staatsarchiv Originalquellen aus rund 1000 Jahren Basler Geschichte öffentlich zugänglich.

Im Juni 2013 beschloss der Grosse Rat, die Platznot und die konservatorischen Probleme der beiden Institutionen mit einem gemeinsamen Neubau beim Bahnhof St. Johann zu beheben. In einem internationalen Projektwettbewerb wurde 2015 der Entwurf von EM2N-Architekten aus Zürich als Siegerprojekt gekürt.

2019 bewilligte der Grosse Rat die Ausführungsmittel, worauf unter Federführung der SVP das Referendum ergriffen wurde.

In der Volksabstimmung vom 19. Mai 2019 unterstützte die Basler Stimmbevölkerung mit einer Mehrheit von 60.3% der Stimmen den Beschluss des Parlaments, so dass das Projekt nun umgesetzt werden kann.

Dokumente

Jurybericht Teil 1 (nicht barrierefrei)
Jurybericht Teil 2 (nicht barrierefrei)
Pläne Siegerprojekt